Die Menopause beginnt mit dem Abfall des Progesteronspiegels
Eine Behandlung mit bioidentischen Hormonen ist also immer mit gezielter Bewegung und Diätetik verbunden.
Zuerst fällt das Progesteron
Die Menopause beginnt mit dem Absinken des Progesterons (Gelbkörperhormon) von ca. 20–40 ng auf bis 0,5 ng, Jahre vor dem Absinken des Östradiols.
Progesteron steuert indirekt die Produktion des Testosterons, insbesondere verhindert es die Umwandlung in Dihydrotestosteron (u. a. Haarverlust).
Wenn das Östradiol (E2) zusätzlich verschwindet, steigt das FSH (follikelstimulierendes Hormon), um die nachlassende Funktion der Eierstöcke aufrechtzuerhalten.
Das Testosteron sinkt fast gleichzeitig
Fast gleichzeitig mit dem Absinken des Progesterons (Schwitzen, Schlaflosigkeit, Depression, Stimmungsschwankungen …) sinkt das Testosteron (Muskelhormon) von 0,3–0,9 ng bei der Frau auf bis manchmal nicht messbare Werte (Libidoverlust, Harn- bis Stuhlinkontinenz, Beckenbodenschwäche …).
Das kann schon nach dem ersten Kind passieren oder mit dem Alter von ca. 35 Jahren.
Nach Messung der Laborwerte problemlos zu korrigieren, was eine ungeheure Zunahme der Lebensqualität bedeutet.
Der Hormonbauch kommt von einem Mangel
Was den „Hormonbauch“ betrifft, ist er eher auf einen Hormonmangel zurückzuführen, der einer komplexen Behandlung bedarf, um das Problem dauerhaft in den Griff zu bekommen.
Eine Hormonergänzung bringt nach meiner Erfahrung noch keine Gewichtsabnahme an den problematischen Stellen, aber erst einmal einen Stillstand.
Bewegung und Diätetik gehören dazu
Eine nachvollziehbare Umstellung der Diätetik sowie Krafttraining (HIT) bringen deutliche Erfolge.
Ausdauertraining im herkömmlichen Verständnis leider nicht, vielleicht in der Form des HIIT (hochintensives intermittierendes Training), sonst kostet es nur Zeit und ab 65 Jahren sind die Gelenke kaputt.
Eine Behandlung mit bioidentischen Hormonen ist also immer mit gezielter Bewegung und Diätetik verbunden.
Eigene Erfahrungen aus der Praxis.
Zur Messung und zum Ausgleich der Hormone siehe die Seite Bioidentische Hormone, zur begleiteten Gewichtsabnahme die Seite Gewichtsabnahme und Stoffwechselkur.
Die genannten Laborbereiche sind Richtwerte und hängen vom Labor und von der Messmethode ab. Ob ein Hormonausgleich in Frage kommt, ergibt sich erst aus der Messung und dem ärztlichen Gespräch. Dieser Beitrag gibt eine Sichtweise aus der Praxis wieder und ersetzt diese Beratung nicht.
Fragen zu Ihren Hormonwerten?
Eine Messung zeigt, wo Progesteron, Östradiol und Testosteron tatsächlich stehen.