Nackenschmerzen

Nackenschmerzen sind weit verbreitet. Einer der Gründe hierfür sind die hohen Belastungen, denen die Halswirbelsäule ausgesetzt ist: Kein Abschnitt der Wirbelsäule ist so beweglich wie die Halswirbelsäule. Bei all ihren Bewegungen muss die Halswirbelsäule zusammen mit den umliegenden Muskeln usw. den Kopf mit einem Gewicht von immerhin 5-6 kg tragen. Fehlbelastungen und Dysbalancen zwischen den beteiligten Strukturen, aber auch Störungen im Energiefluss im Sinne der Traditionellen Chinesischen Medizin können hier leicht zu Nackenschmerzen führen. Bestehen die Nackenschmerzen länger als 12 Wochen spricht man von chronischen Nackenschmerzen.

Ursachen von Nackenschmerzen

Aus schulmedizinischer Sicht werden zahlreiche Ursachen von Nackenschmerzen unterschieden. Hier möchte ich nur einige wichtige ansprechen:

  • Muskelverspannungen im Bereich der Halswirbelsäule und des Nackens, wie sie z.B. durch eine falsche Haltung oder Stress bedingt sein können, gehören zu den Hauptursachen von Nackenschmerzen. Typisch sind Muskelverspannungen, die z.B. durch langes bzw. falsches Liegen oder Sitzen sowie Zugluft entstehen und schließlich zu Nackenschmerzen führen.
  • Abnutzungen oder Osteoporose im Bereich der Halswirbelsäule,
  • Verletzungen, wie z.B. Schleudertrauma,
  • Wirbelblockaden und
  • Bandscheibenschäden sind weitere Gründe für Nackenschmerzen.

Mitunter bestehen die Ursachen schon seit längerer Zeit – bislang jedoch weitgehend unbemerkt. Kommen jedoch eine falsche Bewegung, Zugluft oder andere Auslöser hinzu, entstehen scheinbar plötzlich Nackenschmerzen.

Neben den rein körperlichen Ursachen spielen bei Nackenschmerzen häufig psychische Aspekte eine Rolle. So sitzt uns etwas vielleicht sprichwörtlich im Nacken oder wir haben Angst vor neuen „Nackenschlägen“. Mitunter kann auch Halsstarrigkeit oder Hartnäckigkeit mit Nackenschmerzen in Verbindung gebracht werden.

Muskelverspannungen im Bereich des Nackens können durch falsches Sitzen entstehen.

Begleitende Beschwerden bei Nackenschmerzen

Nackenschmerzen beschränken sich in vielen Fällen nicht nur auf den Hals und Nacken. Häufig strahlen sie auch Richtung Rücken, Schulter oder Kopf aus und können somit auch zu Rückenschmerzen, Schulterschmerzen oder Kopfschmerzen führen. Bei Störungen im oberen Teil der Halswirbelsäule strahlen Nackenschmerzen häufiger in den Kopf aus, während Probleme der unteren Halswirbelsäule häufiger Schulterschmerzen zur Folge haben.

Begleitet werden Nackenschmerzen häufig von mehr oder weniger starken Bewegungseinschränkungen (steifer Hals) bis hin zum Schiefhals, die den Patienten zusätzlich belasten.

Kommen zu den Nackenschmerzen noch Schwäche, Empfindungsstörungen oder gar Lähmungen hinzu, die bis in Arme und Hände ausstrahlen, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Nackenschmerzen ganzheitlich betrachtet

Als ganzheitlich arbeitender Arzt sehe ich Nackenschmerzen nicht als einzelnes Symptom, sondern als Ausdruck eines gestörten Gleichgewichts. Aus Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin ist ein Mensch gesund, wenn sich die fünf Elemente bzw. Wandlungsphasen (Holz, Feuer, Erde, Metall, Wasser) im Gleichgewicht befinden und die Lebensenergie (Qi) ungestört fließen kann. Normalerweise fließt das Qi durch spezielle Leitbahnen (Meridiane). Nackenschmerzen, Rückenschmerzen, Schulterschmerzen usw. sind demnach in erster Linie Zeichen eines gestörten Qi-Flusses. Ob der Schmerz eher an der Schulter oder am Nacken auftritt hängt in gewissen Rahmen vom Verlauf der blockierten Leitbahn(en) ab. Letztendlich manifestiert sich der Schmerz stets an der individuellen Schwachstelle. Verschwinden die Nackenschmerzen rasch wieder von selbst, ist der Körper offensichtlich selbst in der Lage, das Problem zu beseitigen oder zu kompensieren. Bleiben sie über längere Zeit erhalten, sollte man schauen, wo Leitbahnen blockiert sind und wie man die Blockade(n) lösen kann.

Funktionelle Leitbahndiagnostik bei Nackenschmerzen

Mein Hauptinstrument bei der ganzheitlichen Behandlung von Nackenschmerzen ist die von Gerald Kölblinger und Yoshito Mukaino entwickelte funktionelle Leitbahndiagnostik, die ich 2001 bei den ihren Begründern in Japan erlernt habe. Seitdem wende ich sie mit zunehmender Begeisterung gerade auch bei Nackenschmerzen an. Dabei lasse ich den Patienten zunächst bestimmte einfache Bewegungen durchführen, bei denen nach und nach verschiedene Leitbahnen (Meridiane) gedehnt und gestaucht werden. Ist z.B. bei einem Patienten mit Nackenschmerzen die Seitneigung des Kopfes oder die Kopfdrehung nach rechts eingeschränkt, kann eine mangelnde Dehnfähigkeit der Leitbahnen auf der linken Körperseite dahinterstecken. Die möglicherweise für die Bewegungseinschränkung verantwortlichen Leitbahnen taste ich nun langsam mit den Fingern nach schmerzhaften Punkten ab. Anschließend teste ich mit nur 1,5 mm langen Ohrakupunkturnadeln, ob die Behandlung an dem schmerzhaften Punkt die Bewegungseinschränkung aufzuheben vermag. Falls ja, ist der erste Behandlungspunkt der Nackenschmerzen gefunden. Im weiteren Verlauf der funktionellen Leitbahndiagnostik werden nun alle Leitbahnen auf Blockaden hin überprüft und bei Bedarf behandelt.

Unsere Schmerztherapie bei Nackenschmerzen

Um Blockaden zu lösen und das Qi in den Leitbahnen wieder zum Fließen zu bringen, stehen uns verschiedene Techniken zur Verfügung. Neben der Japanischen Akupunktur setze ich gerne das Meditaping ein, das über Druck und Zug die an der Hautoberfläche liegenden Leitbahnen massiert und so den entsprechenden Abschnitt der Leitbahn wieder frei macht. Durch diese Arbeit an den Meridianen können Nackenschmerzen in vielen Fällen rasch beseitig werden. Zusätzlich lässt sich der Behandlungserfolg bei Nackenschmerzen durch japanische Bewegungstechniken (Sotai) und Ernährungstherapie unterstützen. Beide können unsere Patienten nach gründlicher Einweisung selbst daheim durchführen.

Einen besonderen Vorteil sehe ich bei diesem Vorgehen darin, dass Emotionen wie Depressionen und Organstörungen, die auf die gleiche Blockade wie die Nackenschmerzen zurückzuführen sind, automatisch mitbehandelt werden. Die auf der funktionellen Leitbahndiagnostik aufbauende Behandlung ist also im besten Sinne eine ganzheitliche Therapie – nicht nur, aber eben auch bei Nackenschmerzen.

Der Behandlungserfolg bei Nackenschmerzen kann durch japanische Bewegungstechniken (Sotai) unterstützen werden.
Kontakt

Privatpraxis
Dr. med. Uwe Trinks
Waldstrasse 46a
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Die östliche Medizin besitzt bei der Schmerztherapie ein großes Behandlungsspektrum.